Alufelgen Pflege – so bleiben deine Räder lange schön
Gepflegte Alufelgen werten jedes Fahrzeug optisch auf – und regelmäßige Reinigung hilft, die Oberfläche vor dauerhaften Schäden zu schützen. Bremsstaub, Schmutz, Streusalz und Feuchtigkeit setzen sich besonders hartnäckig fest und können sich bei Hitze einbrennen. Wer hier frühzeitig reinigt, spart Aufwand und erhält die Beschichtung langfristig.
1. Warum regelmäßige Felgenpflege wichtig ist
Im Alltag sind Alufelgen stark belastet. Besonders vorne lagert sich Bremsstaub ab, der bei hohen Temperaturen in die Oberfläche einziehen kann. Dazu kommen im Winter Salz und Feuchtigkeit, im Sommer Staub und Teer. Eine konsequente Pflege verhindert, dass aus normalem Dreck später Korrosion, matte Stellen oder abgeplatzter Klarlack werden.
- Schützt Lack- und Klarlackschichten
- Reduziert eingebrannten Bremsstaub
- Erleichtert die nächste Reinigung deutlich
- Hilft, Schäden früh zu entdecken
2. Der beste Zeitpunkt für die Reinigung
Reinige Alufelgen möglichst dann, wenn sie abgekühlt sind. Nach längeren Fahrten oder starkem Bremsen solltest du warten, bis die Felgen nicht mehr heiß sind. Eine besonders gründliche Reinigung bietet sich beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt an – dann kommst du auch an die Innenseite besser heran.
3. Welche Felgenreiniger sind geeignet?
Entscheidend ist die Wahl eines felgenschonenden Mittels. Für empfindliche Alufelgen sind säurehaltige oder stark alkalische Reiniger ungeeignet, weil sie die Oberfläche angreifen können. Besser sind pH-neutrale Produkte oder hochwertige Allzweckreiniger mit guter Fettlösekraft, kombiniert mit sorgfältiger Handarbeit.
- pH-neutrale Felgenreiniger für empfindliche Oberflächen
- Weiche Mikrofasertücher oder Baumwolltücher
- Waschhandschuh oder weiche Felgenbürste
- Kleine Bürste/Zahnbürste für Vertiefungen
- Schutzhandschuhe für die Arbeit mit Reinigern
4. Alufelgen reinigen in 5 Schritten
Diese Vorgehensweise ist praxisnah, schnell und schützt die Oberflächen:
- Schritt 1 – Vorreinigung: Groben Schmutz mit Wasser oder Hochdruck entfernen. Am besten am SB-Waschplatz oder in der Waschstraße.
- Schritt 2 – Reiniger auftragen: Felgen trocknen bzw. abtupfen, passenden Reiniger aufsprühen und gemäß Herstellerangaben einwirken lassen.
- Schritt 3 – Hauptreinigung: Mit Bürste oder Waschhandschuh reinigen. Möglichst in eine Richtung wischen statt kreisend, um Mikrokratzer zu vermeiden.
- Schritt 4 – Reste entfernen: Vertiefungen mit kleiner Bürste/Zahnbürste säubern, Reiniger mit warmem Wasser und weichem Tuch vollständig abnehmen, danach trocknen lassen.
- Schritt 5 – Versiegeln: Zum Abschluss eine Felgenversiegelung auftragen, um Schmutzanhaftung und Bremsstaub künftig zu reduzieren.
5. Hausmittel: sinnvoll oder riskant?
Im Internet kursieren viele „Wundermittel“ wie Backofenspray oder Essig-Mischungen. Diese können oberflächlichen Schmutz lösen, sind aber gegen hartnäckigen Bremsstaub oft nicht wirklich effektiv. Zudem kann eine falsche Konzentration die Oberfläche oder den Klarlack angreifen. Für dauerhaft schöne Alufelgen sind geprüfte, geeignete Reiniger die sicherere Wahl.
6. Versiegelung & langfristiger Schutz
Eine gute Versiegelung wirkt wie ein Schild: Sie konserviert die saubere Oberfläche und macht die nächste Wäsche leichter. Je nach Produkt wird sie aufgesprüht oder mit einem Tuch aufgetragen. Wichtig ist, dass die Felge vorher vollständig sauber und trocken ist.
- Weniger Bremsstaub-Anhaftung
- Schnellere Reinigung mit milden Mitteln
- Mehr Glanz und bessere Optik über längere Zeit
7. Pflege-Check: Schäden rechtzeitig erkennen
Reinigung ist auch immer ein Sichtcheck. Wenn du Beulen, tiefe Kratzer oder auffällige Beschädigungen entdeckst, sollte eine Fachwerkstatt die Felge prüfen. Gerade feine Risse können die Stabilität beeinflussen. Optische Aufarbeitungen sind nur in engen Grenzen sinnvoll.
Tipp: Je regelmäßiger du deine Alufelgen reinigst, desto weniger Chemie brauchst du – häufig reicht dann ein milder Reiniger und etwas Handarbeit, um Bremsstaub und Schmutz sicher zu entfernen.