Felgen 1x1 – die wichtigsten Begriffe kurz & verständlich

Auf Felgen und in Gutachten tauchen immer wieder Abkürzungen wie ET, LK, H2 oder die KBA-Nummer auf. Dieses „Felgen 1x1“ hilft dir, die wichtigsten Angaben schnell einzuordnen – damit du das passende Gutachten findest und einschätzen kannst, ob eine Kombination grundsätzlich zu deinem Fahrzeug passen kann.

Tipp: Für die Gutachten-Suche sind in der Praxis meist drei Dinge besonders hilfreich: KBA-Nummer (falls vorhanden), Felgengröße und ET.

1) Felgengröße (Breite × Durchmesser)

Die Felgengröße wird meistens als Breite × Durchmesser angegeben, z. B. 8.5J×19. Die Breite ist in Zoll (z. B. 8.5), der Durchmesser ebenfalls in Zoll (z. B. 19).

  • J steht für die Form des Felgenhorns (bei PKW sehr üblich).
  • 1 Zoll entspricht 25,4 mm.

2) Einpresstiefe (ET)

Die Einpresstiefe (ET) beschreibt die Position der Felge im Radhaus. Angegeben wird sie in Millimetern.

  • Höhere ET: die Felge wandert tendenziell weiter nach innen.
  • Niedrigere ET: die Felge steht tendenziell weiter nach außen.

Warum wichtig: ET beeinflusst die Freigängigkeit (z. B. Federbein/Bremse innen, Kotflügel außen) und spielt bei Auflagen und Eintragungspflichten oft eine zentrale Rolle.

3) Lochkreis (LK/PCD) & Lochzahl

Der Lochkreis ist der Durchmesser des Kreises, auf dem die Schraubenlöcher liegen. Die Lochzahl ist die Anzahl der Schraubenlöcher. Häufige Schreibweise: 5×112 (5 Löcher, Lochkreis 112 mm).

Beide Werte müssen zum Fahrzeug passen – sonst ist die Montage nicht möglich.

4) Mittenloch / Nabendurchmesser

Die Mittenlochbohrung (auch Nabendurchmesser) sorgt dafür, dass die Felge sauber auf der Nabe zentriert wird. Ist das Mittenloch der Felge größer als die Nabe, werden häufig Zentrierringe verwendet.

5) Hump (H2, EH2+ …)

Als Hump bezeichnet man umlaufende Erhöhungen an der Felgenschulter. Sie helfen, den Reifenwulst in Position zu halten – besonders bei Querbelastungen. Häufige Kennzeichnungen sind H2 oder EH2+.

6) KBA-Nummer & Teilegutachten-Nummer

Eine KBA-Nummer ist eine (meist fünfstellige) Kennzeichnung, die bei vielen Felgen mit ABE vorkommt. Sie ist oft der schnellste Weg, das richtige Gutachten zu finden.

Bei Teilegutachten gibt es nicht immer eine klassische KBA-Nummer – häufig steht dort stattdessen eine Teilegutachten-/Zertifikatsnummer (z. B. 351-228-00-FBTP). Auch diese Nummer eignet sich sehr gut, um das richtige Dokument zuzuordnen.

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Hinweis: Maßgeblich sind immer die Angaben im jeweiligen Gutachten und die Vorgaben für dein konkretes Fahrzeug.